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  Mindener Tageblatt, 21.07.2007  
     
 

Waisenkindern in Afrika eine Hoffnung geben

Mindenerinnen engagieren sich in Verein für nachhaltige Entwicklung auf schwarzem Kontinent

Minden/Berlin (mt/lkp). Der Verein Neia, den junge Mindenerinnen mit gegründet haben, hat zwei neue Projekte in Afrika aufgenommen. Ziele sind Gesundheitsaufklärung und die Hilfe für Waisenkinder. Finanzielle Unterstützung dafür kommt auch vom Herder-Gymnasium.

 

Foto: privat

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Neia - Nachhaltige Entwicklung in Afrika - unterstützt in der Elfenbeinküste das Projekt "Espoir Tai - Hoffnung für Tai" zur HIV- und Aids-Prävention in der Elfenbeinküste. In nahezu unzugänglichen Landstrichen wie der Umgebung der Stadt Tai an der Grenze zu Liberia, wo der Aktionsradius des Staates längst zu Ende ist, sollen mit Hilfe von Schautafeln, die ein Künstler vor Ort entworfen hat, die Menschen an den bewussten Umgang mit Hygiene, Krankheiten und HIV und Aids herangeführt werden. "Dank der Unterstützung von Neia können nun bis Ende 2007 in fünf Dörfern solche Sensibilisierungen mitsamt der Verteilung von lokal produzierten Kondomen stattfinden", erklärt Nicole Borgmann, Vorsitzende des in Berlin ansässigen Vereins. Die Sensibilisierungen übernimmt die zurzeit in der Elfenbeinküste lebende Diplom-Biologin und Promotionsstudentin Nadine Eckhardt (Leipzig) gemeinsam mit ihrem ivorischen Mitarbeiter Camille Bolé.

Mit dem Projekt "Home of Hope" fördert der vor einem Jahr von acht Studenten, darunter drei Mindenerinnen, gegründete und inzwischen auf 35 Mitglieder angewachsene Verein die Einrichtung eines Waisenhauses im ländlichen Uganda. "Die engagierte ugandische Hebamme Geraldessa Gladys möchte dort den Kindern die Hoffnung auf ein lebenswertes Leben wiedergeben", so Borgmann. Mit finanzieller und tatkräftiger Unterstützung aus Deutschland will sie das leer stehende Haus ihres verstorbenen Mannes in einen Zufluchtsort für die Kinder umwandeln.



Die Vereinsvorsitzende, die am Herder-Gymnasium Abitur gemacht hat, reist am 1. August gemeinsam mit den beiden Projektleiterinnen Natalia Hellmann-Brosé (Freiburg) und Julia Blüml (Würzburg) für zwei Monate nach Uganda, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und die Einrichtung zu unterstützen. Das Herder-Gymnasium hat hierfür kurzfristig den Zweck der Kollekte aus dem ökumenischen Schulgottesdienst zum Schuljahresende geändert und das Geld dem Verein zur Unterstützung des Projektes in Uganda zur Verfügung gestellt.

Die langfristige Finanzierung des Waisenhauses soll über Patenschaften erfolgen. Da immer nur so viele Kinder aufgenommen werden können, wie Paten zur Verfügung stehen, sucht der Verein noch dringend Menschen, die bereit sind, ein Kind bis zu seinem 18. Lebensjahr mit 25 Euro pro Monat zu unterstützen.

Weitere Informationen und Kontaktaufnahme über: www.neia-ev.de
 

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Dokument erstellt am 20.07.2007 um 21:20:18 Uhr
Erscheinungsdatum 21.07.2007 | Ausgabe: MT