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Kinderhilfe in Katutura (Namibia) |
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| Katutura, der Bedeutung nach "der Platz, an dem keiner Leben will", ist das Schwarzenviertel im Norden der namibischen Hauptstadt Windhoek. Eine unbeschwerte Kindheit nach westlichem Vorbild ist in diesem Stadtteil, in dem die Arbeitslosenquote bis zu 80 % beträgt und rund ein Drittel der Bewohner HIV infiziert ist, nahezu unmöglich. Es fehlt oft nicht nur an sauberer, unbeschädigter Kleidung, regelmäßigen Mahlzeiten, Schulmaterialien sowie teilweise an körperlicher Unversehrtheit. Zu diesem physischen Mangel kommt der emotionale - den Kindern fehlt es an Zuwendung, Motivation und Selbstvertrauen. Viele der Kinder sind Aidswaisen, selbst HIV positiv oder sehen sich täglich mit den Alkoholproblemen ihrer Eltern konfrontiert. |
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Anlaufspunkt und Hoffnungsträger für diese Kinder ist die Amerikanerin MaryBeth Gallagher. Seit Anfang 2005 arbeitet die gelernte Grundschullehrerin und Fußballtrainerin als Freiwillige - also unentgeltlich - im Bernhard Nordkamp Center in Katutura, das täglich bis zu 150 Kinder besuchen. Für sie ist diese Einrichtung, die von der katholischen Aidshilfe ins Leben gerufen wurde, wie ein ruhiger Hafen in stürmischer See. Hier bekommen die Kinder nicht nur etwas zu Essen, sondern auch Zuwendung und sind für ein paar Stunden sicher vor sexueller Gewalt. „Ich fülle vielleicht nicht ihre Bäuche, aber dafür ihre Seele, ihr Herz und ihren Verstand.“ |
Volunteers für Katutura Das Bernhard Nordkamp Center wird jeden Tag von über hundert Kindern besucht. Um ihnen eine optimale Betreuung zu gewährleisten bedarf es vielen helfenden Händen. Daher sind freiwillige Helfer aus aller Welt jederzeit herzlich Willkommen! Die einzige erforderliche Qualifikation ist Spaß an der Arbeit mit Kindern. Bei Interesse schauen Sie bitte zunächst in die FAQs und schreiben Sie uns: info@neia-ev.de |
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Dass die Kinder neben Lesen und Schreiben auch Disziplin und Sozialverhalten lernen, ist vor allem der Kreativität von MaryBeth zu verdanken. „Meine Ressourcen sind eine Schere, ein paar Stifte und ein Haufen Müll“, sagt diese und präsentiert stolz ihre selbst gemachten Spiele. Die Spielbretter sind aus Cornflakes-Schachteln, Schraubverschlüsse dienen als Spielsteine, die Memory-Kärtchen sind aus Saftkartons – Not macht eben doch erfinderisch. Neben diesen Spielmaterialien ist es vor allem das Fußballtraining, das MaryBeth nutzt, um den Kindern Ethik, Moral, Teamarbeit und Verantwortung beizubringen. |
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Viele Spenden und die technischen Fertigkeiten eines deutschen Austauschstudenten machten es möglich, das Center mit neun Computern auszustatten. Täglich können sich somit bis zu 40 Kinder mit der Lernsoftware beschäftigen, die ihnen hilft, spielerisch ihre Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen zu verbessern. MaryBeths Wunsch, allen Kindern Lesen und Schreiben beizubringen und ihre schulischen Defizite auszugleichen, steht ein großes Problem entgegen: Mangelnde Kontinuität. Viele Kinder kommen nur in unregelmäßigen Abständen in das Center, so dass es schwierig ist, gezielte Lernprogramme zu entwickeln. |
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Sie möchten mehr Fotos von den Kindern aus Katutura sehen? Dann klicken Sie bitte hier. Ein kurzes Video (in Englisch) finden Sie hier. Sie interessieren Sich für die Erfahrungsberichte von MaryBeth und anderen Freiwilligen in Katutura? Dann klicken Sie bitte hier. |